Kapazität

Die passende Speichergröße entsteht aus dem Tagesprofil.

Jahresverbrauch und PV-Leistung sind ein Startpunkt. Für die Batterie zählt aber, wann Strom erzeugt und wann er im Haus gebraucht wird.

Tageslastprofil mit Solarertrag und Abendlast
Eigene Illustration: Tagesprofil statt pauschaler Speichergröße SpeicherKompass · Original illustration

Jahresverbrauch ist nicht gleich Speicherbedarf

Zwei Haushalte mit demselben Jahresverbrauch können sehr unterschiedliche Speichergrößen benötigen. Ein Haushalt mit regelmäßigem Abendverbrauch nutzt eine Batterie anders als ein Haushalt, der tagsüber viel Energie direkt verbraucht. Auch Wärmepumpe, E-Auto oder elektrische Warmwasserbereitung verändern das Profil.

Brutto, nutzbar und Leistung auseinanderhalten

Die Nennkapazität beschreibt nicht automatisch die Energie, die täglich zur Verfügung steht. Prüfe, welche nutzbare Kapazität der Hersteller angibt und ob diese Angabe mit einer bestimmten Entladetiefe verbunden ist. Die Leistung in kW beantwortet außerdem eine andere Frage: Welche Verbraucher können gleichzeitig versorgt werden?

Ein pragmatischer Datencheck

  1. Jahresverbrauch und Monatswerte aus der Abrechnung sammeln.
  2. PV-Leistung und Wechselrichtermodell notieren.
  3. Typische Abend- und Wochenendlast beschreiben.
  4. Wunsch nach Ersatzstrom separat formulieren.
  5. Mehrere Kapazitätsvarianten mit Gesamtkosten vergleichen.

Warum größer nicht automatisch besser ist

Eine überdimensionierte Batterie kann häufiger mit niedrigem Ladezustand betrieben werden und kostet zusätzlich. Eine zu kleine Batterie erreicht dagegen schnell ihre Grenzen. Ziel ist kein maximaler Speicher, sondern eine plausible Abstimmung aus Erzeugung, Verbrauch, Leistung, Lebensdauer und Investition.

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